Dart Surround: Wand schützen beim Dartspiel

Dart Surround: Wand schützen beim Dartspiel

Ein einzelner Ausreißer reicht: Die Spitze landet neben dem Board, hinterlässt ein Loch in der Wand oder beschädigt Tapete, Putz und Farbe. Wer mit einem Dart Surround die Wand schützen möchte, verhindert genau diese typischen Schäden - ohne das Setup unnötig kompliziert zu machen. Gerade im Hobbyraum, Keller, Vereinsheim oder in der Wohnung ist ein Surround daher weit mehr als reine Dekoration.

Mit Dart Surround die Wand schützen

Ein Dart Surround ist ein Schutzring aus festem Schaumstoff, der direkt um das Dartboard sitzt. Er fängt Darts ab, die knapp am Board vorbeigehen. Das betrifft nicht nur Anfänger. Auch erfahrene Spieler verfehlen beim Checkout, beim Einwerfen oder nach einem Wechsel des Wurfrhythmus gelegentlich das Ziel.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Nähe zum Board: Der Schutz sitzt dort, wo die meisten Fehlwürfe auftreffen. Im Vergleich zu einer kleinen Schutzplatte hinter dem Board deckt ein Surround die Fläche rund um den äußeren Zahlenring gleichmäßig ab. Die Dartspitze dringt in den Schaumstoff ein, statt auf die Wand zu treffen.

Für Steeldart ist das besonders sinnvoll. Stahlspitzen verursachen auf vielen Untergründen sofort sichtbare Schäden. Bei Softdarts ist ein Surround ebenfalls nützlich, vor allem bei Wänden mit empfindlicher Oberfläche. Kunststoffspitzen hinterlassen zwar seltener tiefe Löcher, können aber Farbe abschürfen, Tapete eindrücken oder an Holzverkleidungen Spuren verursachen.

Welche Größe muss ein Surround haben?

Ein Turnier-Dartboard hat einen Durchmesser von rund 45 Zentimetern. Ein gängiger Surround erreicht außen meist etwa 67 bis 73 Zentimeter. Dadurch entsteht rund um das Board eine Schutzfläche von ungefähr 11 bis 14 Zentimetern. Für normale Fehlwürfe ist das in den meisten privaten Setups ausreichend.

Je größer der Außendurchmesser, desto besser ist die Wand geschützt. Das gilt besonders, wenn Einsteiger mitspielen, wenn Kinder üben oder wenn an einem Board viele unterschiedliche Spieler werfen. Im Verein kann ein großzügiger Ring ebenfalls sinnvoll sein, weil nicht jeder Gast die gleiche Wurfkontrolle und Distanzroutine mitbringt.

Trotzdem ersetzt ein Surround keine komplette Wandverkleidung. Darts, die deutlich seitlich vorbeigehen, treffen weiterhin die Wand. Wenn der Wurfbereich sehr eng ist oder regelmäßig Anfängergruppen spielen, kann ein großes Backboard die bessere Ergänzung sein. Ein Surround schützt den unmittelbaren Bereich perfekt, ein Backboard deckt mehr Fläche ab.

Surround oder Backboard?

Ein Surround passt gut, wenn das Board an einer freien Wand hängt und du eine schnelle, saubere Lösung suchst. Er benötigt meist keine zusätzliche Verschraubung und lässt sich bei einem Umzug oder beim Umbau leicht abnehmen. Optisch wirkt das Setup geschlossen, insbesondere mit einem schwarzen, roten oder farblich zum Board passenden Modell.

Ein Backboard ist die stärkere Wahl, wenn die Wand großflächig geschützt werden soll. Das kann bei Trainingsräumen, Gaststätten oder Vereinsanlagen sinnvoll sein. Dafür braucht es mehr Platz, eine sichere Montage und je nach Material einen höheren Aufwand. Wer beides kombiniert, erhält die größte Sicherheitsreserve - nötig ist das aber nicht für jedes Heimboard.

Material und Stärke: Darauf kommt es an

Die meisten Dart Surrounds bestehen aus dichtem EVA-Schaumstoff. Dieses Material ist leicht, formstabil und kann Dartspitzen zuverlässig aufnehmen. Gute Modelle schließen eng am Board ab, ohne dass zwischen Board und Ring eine störende Lücke bleibt.

Bei der Materialstärke gilt: Dünner Schaum spart etwas Platz, bietet bei harten, geraden Treffern aber weniger Reserve. Ein ausreichend dichter Ring hält die Spitze fest und verhindert, dass sie bis zur Wand durchdringt. Besonders bei neuen, sehr scharfen Steeldartspitzen lohnt es sich, nicht nur auf die Farbe oder den Preis zu schauen.

Ein Surround darf dabei nicht zu weich sein. Sehr weicher Schaum kann sich mit der Zeit stärker verformen, vor allem wenn häufig an derselben Stelle Darts einschlagen. Zu harter Schaum ist ebenfalls nicht ideal, weil Spitzen leichter abprallen können. Markenmodelle von BULL'S, Winmau, Target, Unicorn oder Harrows sind auf diesen Einsatzzweck ausgelegt und eine verlässliche Wahl, wenn das Board regelmäßig genutzt wird.

Ein wichtiger Praxispunkt: Kleine Löcher im Ring gehören dazu. Sie beeinträchtigen die Schutzfunktion zunächst nicht. Nach vielen Treffern kann ein Surround allerdings sichtbar mitgenommen aussehen. In stark genutzten Vereinsräumen oder an beliebten Trainingsboards ist er deshalb ein Verschleißteil, das man nach einigen Jahren einplanen sollte.

So sitzt der Surround richtig am Dartboard

Ein klassischer Surround wird über den äußeren Rand des Boards geschoben. Er hält durch seine passgenaue Öffnung und braucht in der Regel weder Kleber noch Schrauben. Das ist praktisch, weil du das Board für einen Wechsel, eine Reinigung oder einen Transport einfach wieder abnehmen kannst.

Hänge zuerst das Dartboard korrekt auf. Beim Steeldart liegt das Bullseye auf 1,73 Metern Höhe, gemessen vom Boden bis zur Mitte des Bulls. Die Abwurflinie befindet sich 2,37 Meter horizontal von der Vorderseite des Boards entfernt. Für die Diagonale vom Bull bis zur Oche sind es 2,93 Meter. Erst wenn diese Maße stimmen, sollte der Surround angebracht werden.

Achte darauf, dass das Board stabil an der Wand liegt und sich beim Treffer nicht dreht oder kippt. Der Ring ist kein Ersatz für eine gute Boardhalterung. Dreht sich das Board ständig, können Zahlenring, Boardkante und Surround ungleichmäßig belastet werden. Kontrolliere auch, ob der Ring an allen Stellen bündig anliegt.

Bei zweiteiligen oder vierteiligen Surrounds sollten die Übergänge sauber zusammengesteckt sein. Solche Varianten sind beim Versand und bei der Lagerung praktisch. Im Spielbetrieb dürfen die Segmente aber nicht auseinanderstehen, da eine Spitze sonst in den Spalt geraten kann.

Wand, Raum und Nutzung entscheiden mit

Auf Beton, Rigips, Holz oder tapezierten Wänden erfüllt ein Surround denselben Grundzweck, die Folgen eines Fehlwurfs unterscheiden sich aber deutlich. In einer Mietwohnung schützt er vor allem vor unnötigen Ausbesserungen. Bei einer Rigipswand ist er fast Pflicht, weil selbst ein einzelner Steeldart ein klares Loch erzeugen kann.

In einem Keller mit nackter Betonwand steht oft eher der Komfort im Vordergrund. Der Ring reduziert das harte Geräusch, wenn ein Dart knapp neben dem Board landet, und verhindert beschädigte Spitzen durch direkten Kontakt mit dem Untergrund. Auf Holzpaneelen schützt er vor Kerben, die sich kaum unauffällig reparieren lassen.

Auch der Platz rund um das Board zählt. Steht ein Regal direkt daneben, hilft ein Surround nur begrenzt. Sorge dafür, dass seitlich und unterhalb des Boards keine empfindlichen Gegenstände stehen. Besonders unter dem Board werden oft Ersatzdarts, Getränkekisten oder elektronische Scoring-Geräte abgestellt - genau dort landen Darts, die aus dem Board herausfallen oder beim Wurf zu tief kommen.

Für Vereine und Dartclubs sinnvoll planen

Bei mehreren Boards lohnt sich eine einheitliche Lösung. Gleiche Surrounds sehen ordentlich aus, lassen sich bei Bedarf schneller ersetzen und erleichtern die Planung des Wandabstands. Für Trainingsabende mit vielen Spielern sind dunkle Oberflächen oft pflegeleichter, weil Einschlagspuren weniger auffallen als auf hellen Ringen.

Bei starkem Spielbetrieb sollte der Surround nicht als einzige Schutzmaßnahme betrachtet werden. Eine ausreichend breite Wurfzone, klare Abwurfmarkierungen und ein freier Bereich hinter dem Spieler reduzieren Fehlwürfe und Unfälle stärker als jedes Zubehörteil. Wer eine neue Vereinsanlage plant, sollte Boards, Beleuchtung, Scoring und Wandschutz daher als zusammenhängendes Setup behandeln.

Wenn du mehrere Boards ausstattest oder für deinen Club eine bestimmte Marke, Farbe oder Stückzahl brauchst, kann eine individuelle Anfrage sinnvoll sein. Bei dartplace findest du Surrounds und weiteres Zubehör passend für private Dartzimmer, Trainingsräume und Vereinsanlagen.

Ein gut sitzender Surround fällt während des Spiels kaum auf. Erst wenn der Dart einmal daneben geht, zeigt sich sein Wert: Die Spitze steckt im Schaumstoff - und nicht in der Wand.

Zurück zum Blog