Dartboard richtig aufhängen Höhe und Abstand

Dartboard richtig aufhängen Höhe und Abstand

Ein Dartboard, das nur wenige Zentimeter zu hoch hängt oder bei jedem Treffer wackelt, verändert das Wurfgefühl deutlich. Wer ein Dartboard richtig aufhängen Höhe und Abstand sauber einmisst, schafft die Grundlage für reproduzierbares Training - zuhause genauso wie im Vereinsraum. Entscheidend ist nicht die Oberkante des Boards, sondern immer die Mitte des Bulls.

Die offizielle Dartboard-Höhe: 1,73 Meter bis Bull

Die Mitte des Bulls muss 1,73 Meter über dem fertigen Boden liegen. Dieses Maß gilt für Steel- und Softdart und ist im Liga- und Turnierbetrieb der feste Standard. Gemessen wird senkrecht vom Boden bis zum Mittelpunkt des roten Bulls, nicht bis zur Wandhalterung, zum Zahlenring oder zur Oberkante des Dartboards.

Der Zusatz „fertiger Boden“ ist relevant, wenn du im Keller, im Vereinsheim oder in einem ausgebauten Raum einen Teppich, eine Dartmatte oder eine Schutzplatte verlegst. Liegt die Matte später höher als der Boden, verändert sich die effektive Bullhöhe. Montiere das Board deshalb erst, wenn der Bodenaufbau feststeht, oder rechne die Materialstärke ein.

Bei einem klassischen Bristleboard liegt die Oberkante ungefähr bei 1,95 Metern. Das ist nur ein Orientierungswert. Verlass dich beim Anzeichnen trotzdem ausschließlich auf die 1,73 Meter bis zur Bullmitte. So passt das Maß unabhängig davon, ob du ein Winmau Blade, ein BULL'S Board, ein Unicorn Eclipse oder ein anderes Turnierboard montierst.

Dartboard richtig aufhängen: Höhe, Abstand und Oche

Zur richtigen Höhe gehört immer die richtige Wurfdistanz. Beim Steeldart liegt die Abwurflinie, auch Oche genannt, 2,37 Meter von der Vorderseite des Boards entfernt. Gemeint ist die Boardfläche, nicht die Wand dahinter. Wer von der Wand misst, steht je nach Boardstärke ein paar Zentimeter zu weit weg.

Zusätzlich kannst du das Diagonalmaß kontrollieren: Vom Bull bis zur Vorderkante der Abwurflinie sind es 2,93 Meter. Diese Messung ist besonders praktisch, wenn das Board bereits hängt oder die Wand nicht ganz eben ist. Stimmen 1,73 Meter Bullhöhe und 2,93 Meter Diagonale, liegt die Oche korrekt.

Beim Softdart beträgt die übliche Entfernung zur Abwurflinie 2,44 Meter ab Boardvorderseite. Viele elektronische Dartautomaten und Heimgeräte folgen diesem Maß. In einzelnen Ligen, bei Turnieren oder an bestimmten Automaten können jedoch abweichende Vorgaben gelten. Spielst du regelmäßig im Verein oder bereitest du einen Clubraum für den Ligabetrieb vor, orientiere dich an der Regelung eures Verbands beziehungsweise der Spielstätte.

Die Abwurflinie sollte klar erkennbar und rutschfest sein. Eine Dartmatte mit aufgedruckten Distanzen ist dafür praktisch, weil sie zugleich den Boden und herunterfallende Spitzen schützt. Eine einfache Leiste, Klebeband oder eine flache Oche funktioniert ebenfalls. Sie darf aber nicht so hoch sein, dass Spieler beim Wurf unbewusst anders stehen oder darüber stolpern.

Für wen 2,37 Meter nicht immer das ganze Bild sind

Offizielle Maße sind nicht verhandelbar, wenn du Liga spielst, für Turniere trainierst oder mehrere Spieler vergleichbare Bedingungen brauchen. Bei einem reinen Freizeitsetup mit Kindern kann eine zusätzliche, näher gelegene Markierung sinnvoll sein. Das offizielle Oche bleibt trotzdem bestehen - so können Erwachsene und Gäste jederzeit auf Turnierdistanz werfen.

Auch die verfügbare Raumtiefe spielt eine Rolle. Hinter der Abwurflinie brauchst du Platz für einen stabilen Stand und für den Rückschritt nach dem Wurf. Vor dem Board sollte nichts stehen, das den Zugriff auf Darts oder das Drehen des Boards behindert. Ein enges Setup mag funktionieren, fühlt sich im Training aber schnell unruhig an, besonders wenn mehrere Personen nacheinander spielen.

So montierst du das Dartboard sicher an der Wand

Markiere zuerst die Bullhöhe bei 1,73 Metern. Halte anschließend die Halterung des Boards an die Wand und übertrage den Punkt für die zentrale Schraube nach den Angaben des Herstellers. Bei vielen Steeldartboards sitzt die zentrale Aufnahme auf der Rückseite. Die genaue Distanz zwischen Bullmitte und Schraubpunkt kann je nach Board und Halterung leicht abweichen. Deshalb ist ein Maßband allein nicht genug - prüfe die Montageanleitung des jeweiligen Modells.

Die zentrale Schraube muss fest in einem tragfähigen Untergrund sitzen. Bei Beton, Ziegel und massivem Mauerwerk verwendest du einen passenden Dübel und eine geeignete Schraube. Bei einer Trockenbauwand reicht die normale Schraube oft nicht aus. Dort brauchst du einen Hohlraumdübel, eine verstärkte Unterkonstruktion oder am besten eine montierte Holzplatte, die die Last verteilt.

Ein Sisalboard wiegt meist mehrere Kilogramm. Es soll fest sitzen, aber sich für die regelmäßige Pflege abnehmen und drehen lassen. Zieh die Halteschraube daher nicht so weit an, dass das Board kaum noch abziehbar ist. Die kleinen Abstandshalter oder Standfüße auf der Rückseite gehören ebenfalls dazu: Sie verhindern, dass das Board schief hängt oder bei Treffern gegen die Wand schlägt.

Board ausrichten und auf Wackeln prüfen

Hänge das Board ein und richte den Zahlenring so aus, dass die 20 mittig oben steht. Diese Position gehört zum Standardaufbau. Kontrolliere dann mit einer Wasserwaage, ob das Board gerade hängt. Das Bull kann korrekt auf 1,73 Metern sitzen, während das Board dennoch sichtbar schief steht - ein häufiger Fehler bei unebenen Wänden oder falsch gesetzten Halterungen.

Drücke anschließend mit der Hand leicht gegen verschiedene Stellen des Boards. Es darf nicht kippen, klappern oder sich seitlich bewegen. Wackelt es, prüfe Schraube, Dübel und Abstandshalter, bevor du die ersten Darts wirfst. Gerade bei Steeldarts schützt eine stabile Montage nicht nur die Wand, sondern auch Spitzen, Flights und den Zahlenring.

Bei einem Softdartautomaten ist die Montage meist anders aufgebaut. Das Gerät wird üblicherweise über mehrere Befestigungspunkte an der Wand fixiert und bringt deutlich mehr Gewicht mit als ein Bristleboard. Hier sind Wandtyp, Dübel und die Herstelleranleitung besonders entscheidend. Ein zusätzlicher Standfuß kann bei manchen Modellen sinnvoll oder vorgesehen sein.

Wandschutz, Licht und Boden nicht vergessen

Ein Surround oder ein großflächiger Wandschutz fängt Fehlwürfe ab und reduziert Schäden an Wand, Spitzen und Darts. Für Einsteiger, Gruppen und Vereinsräume ist das keine reine Optikfrage. Je mehr unterschiedliche Spieler am Board stehen, desto häufiger landen Darts außerhalb des Double-Rings.

Achte darauf, dass ein Surround das Board nicht nach vorn drückt oder die Halterung belastet. Die Montagehöhe bleibt immer auf das Bull bezogen. Bei sehr dicken Schutzlösungen musst du außerdem prüfen, ob die Abwurfdistanz weiterhin ab der Vorderseite des eigentlichen Boards gemessen wird.

Gutes Licht macht einen größeren Unterschied, als viele Setups vermuten lassen. Eine Dartbeleuchtung sollte die Segmente gleichmäßig ausleuchten und möglichst keine Schatten von Darts auf das Board werfen. Deckenlicht allein erzeugt oft genau diese Schatten. Ein Boardlicht oder ein Leuchtring bringt mehr Klarheit auf Triple und Double, ohne den Spieler von vorn zu blenden.

Auf dem Boden schützt eine Dartmatte vor abgebrochenen Spitzen und erleichtert die Ausrichtung der Abwurflinie. Bei Steeldart sind fallende Darts unvermeidbar, auch bei erfahrenen Spielern. Ein harter Fliesen- oder Betonboden fordert Spitzen und Barrels stärker als eine geeignete Matte.

Typische Messfehler beim Dartboard-Aufhängen

Der häufigste Fehler ist das Messen bis zur Oberkante des Boards. Dadurch hängt das Bull zu hoch oder zu niedrig, abhängig vom Modell. Ebenfalls verbreitet: Die Distanz wird von der Wand statt von der Boardvorderseite genommen. Bei einem dicken Sisalboard ist das im Ligatraining spürbar.

Manche Spieler markieren die Oche mit einer breiten Linie und stellen sich dann mal davor, mal darauf. Besser ist eine klare Vorderkante. Von dieser Kante wird gemessen, und der Fuß darf sie beim Wurf nicht übertreten. Eine feste Leiste vermittelt diesen Punkt meist eindeutiger als ein breiter Streifen Klebeband.

Auch die Wand wird gelegentlich unterschätzt. Ein Board an einer hohlen, vibrierenden Fläche klingt laut, bewegt sich leichter und macht den Raum für andere unangenehmer. Eine stabile Montageplatte kann in Mietwohnungen oder bei problematischen Wänden die sinnvollere Lösung sein. Plane dabei genug Platz für Surround und Licht ein.

Das Setup für zuhause und im Dartclub sauber planen

Für ein einzelnes Heimboard reichen ein gutes Board, eine tragfähige Halterung, Wandschutz, Licht und eine markierte Oche meist aus. Im Dartclub kommen praktische Fragen hinzu: Wie viel Platz braucht jeder Spieler? Wie werden mehrere Boards mit gleichen Maßen montiert? Wo stehen Scoring-Systeme, Tablets oder Monitore, ohne den Wurfbereich zu stören?

Bei mehreren Boards sollte jedes Bull exakt auf 1,73 Metern hängen und jede Abwurflinie eindeutig sein. Einheitliche Bedingungen sparen Diskussionen und machen Trainingswerte vergleichbar. Vereine, die mehrere Anlagen ausstatten oder ein Scoring-System integrieren möchten, können bei dartplace gezielt eine Anfrage für passende Boards, Beleuchtung, Matten und Zubehör stellen.

Miss vor dem Bohren zweimal: erst die Bullhöhe, dann die Distanz zur Oche. Wenn Board, Licht und Standlinie stimmen, steht einem konzentrierten Leg nach dem anderen nichts im Weg.

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