Dartboard Ausrichtung mit Laser richtig einstellen

Dartboard Ausrichtung mit Laser richtig einstellen

Ein Dartboard kann noch so hochwertig sein: Steht es schief, hängt zu hoch oder liegt die Abwurflinie nicht mittig davor, fühlt sich jeder Wurf anders an. Die Dartboard Ausrichtung mit Laser spart dabei Zeit und verhindert Messfehler, die bei mehreren Boards im Vereinsheim besonders schnell sichtbar werden. Mit einer sauberen Referenzlinie montierst du dein Setup präzise - egal, ob du zuhause trainierst, eine neue Anlage für den Dartclub planst oder mehrere Scheiben nebeneinander aufhängst.

Warum sich die Laser-Ausrichtung lohnt

Viele Spieler messen die Höhe mit dem Zollstock, markieren die Wand mit einem Bleistift und richten das Board nach Augenmaß aus. Das funktioniert oft gut genug für eine einzelne Scheibe. Sobald aber ein Surround, eine Beleuchtung, ein Cabinet oder weitere Boards dazukommen, fallen kleine Abweichungen auf. Eine Scheibe hängt dann ein paar Millimeter höher, die Zahl 20 ist nicht exakt senkrecht oder die Oche liegt leicht seitlich versetzt.

Ein Laser erzeugt eine klar sichtbare vertikale oder horizontale Linie. Damit lässt sich der Mittelpunkt des Bulls an der Wand markieren, die Scheibe gerade ausrichten und die Abwurflinie rechtwinklig dazu anlegen. Besonders ein Kreuzlinienlaser ist praktisch, weil er beide Achsen gleichzeitig anzeigt. Ein einfacher Linienlaser reicht aus, wenn du nacheinander arbeitest.

Der Vorteil ist nicht, dass ein Laser bessere Scores bringt. Er sorgt dafür, dass die Bedingungen stimmen. Dein Wurfgefühl, dein Stand und die Distanz bleiben reproduzierbar. Für Ligaspieler ist das sinnvoll, für Vereine mit mehreren Anlagen praktisch und für Einsteiger eine gute Grundlage, um sich nicht an ein falsches Maß zu gewöhnen.

Die offiziellen Maße zuerst festlegen

Bevor der Laser an die Wand kommt, muss klar sein, nach welchem Regelwerk du aufbaust. Bei Steeldart beträgt die Höhe vom Boden bis zur Mitte des Bulls 1,73 Meter. Die Abwurflinie liegt 2,37 Meter waagerecht von der Vorderseite des Dartboards entfernt. Als Kontrollmaß kannst du die Diagonale vom Bull zur Vorderkante der Oche nutzen: Sie beträgt 2,93 Meter.

Bei Softdart bleibt die Bullhöhe in der Regel ebenfalls bei 1,73 Metern. Die Wurfdistanz kann jedoch je nach Liga, Turnierformat und Automat abweichen. Im elektronischen Dart ist häufig eine Distanz von 2,44 Metern üblich. Verlass dich deshalb nicht pauschal auf ein Maß, wenn du für eine bestimmte Liga, einen Verband oder einen Turnierbetrieb aufbaust. Prüfe die dort geltende Vorgabe und die Anleitung des jeweiligen Automaten oder Boards.

Entscheidend ist außerdem der Bezugspunkt: Bei Steeldart werden die 2,37 Meter von der Vorderseite des Boards gemessen, nicht von der Wand. Das Board steht durch seine Dicke vor der Wand. Wer ab der Wand misst, verkürzt die tatsächliche Wurfdistanz. Bei einem Cabinet oder einem stark vorstehenden Beleuchtungssystem muss die Vorderkante des Boards ebenfalls eindeutig erkennbar sein.

Dartboard Ausrichtung mit Laser Schritt für Schritt

Räume den Bereich vor der Wand frei und prüfe zunächst den Boden. Ein stark unebener Untergrund kann dazu führen, dass eine gemessene Wandhöhe und die spätere Oche nicht sauber zusammenpassen. Bei Teppich, dicken Gummimatten oder Podesten misst du immer von der Oberfläche, auf der tatsächlich geworfen wird.

Bullhöhe exakt markieren

Stelle den Laser auf ein Stativ oder eine stabile, ebene Fläche. Richte die horizontale Laserlinie auf 1,73 Meter Höhe aus. Ein Maßband hilft beim ersten Einstellen. Anschließend markierst du den Schnittpunkt der horizontalen und vertikalen Linie an der Wand. Dieser Punkt ist die Mitte des Bulls.

Die vertikale Linie sollte genau dort verlaufen, wo später die Mitte des Boards liegt. Das ist besonders hilfreich, wenn dein Dartboard in einem Surround sitzt. Du kannst das Board mittig zum Laser ausrichten, statt dich nur an der Wandhalterung zu orientieren. Die Halterung selbst kann minimal seitlich sitzen, solange die Scheibe am Ende korrekt hängt.

Die Scheibe gerade montieren

Bringe die Wandhalterung entsprechend dem Boardmodell an. Viele Bristle-Dartboards werden über eine zentrale Aufnahme und Abstandshalter auf der Rückseite befestigt. Ziehe die Befestigung fest genug an, damit sich die Scheibe beim Herausziehen der Darts nicht dreht, aber vermeide Druck auf den Sisalkörper oder den Zahlenring.

Hänge das Board ein und richte die 20 auf die vertikale Laserlinie aus. Die 20 muss oben mittig sitzen. Kontrolliere danach den Mittelpunkt des Bulls auf dem zuvor gesetzten Höhenpunkt. Erst wenn beides passt, ist die Scheibe wirklich gerade montiert. Ein Board kann auf den ersten Blick waagerecht aussehen und trotzdem leicht verdreht sein.

Bei einem elektronischen Dartboard ist die Vorgehensweise ähnlich. Hier lohnt sich ein Blick auf die vorgesehenen Wandpunkte des Herstellers, weil Gehäuse und Befestigungsbohrungen je nach Modell unterschiedlich sitzen. Richte nicht nur das Gehäuse, sondern die tatsächliche Mitte des Bulls am Laser aus.

Die Oche rechtwinklig anlegen

Jetzt folgt die Abwurflinie. Für Steeldart misst du 2,37 Meter von der Boardvorderseite bis zur Vorderkante der Oche. Setze den Laser dafür auf die vertikale Mittelachse des Boards und verlängere diese Linie bis zum Boden. Dort liegt die Mitte deiner Abwurflinie.

Die Oche muss quer zur Wurfrichtung verlaufen. Ein Kreuzlinienlaser ist hier besonders nützlich: Die senkrechte Linie zeigt die Mitte, die zweite Linie oder ein Winkelhilfsmittel hilft beim rechtwinkligen Ausrichten. Bei einer einfachen Klebelinie misst du links und rechts von der Mittelachse gleich weit ab. Bei einer festen Abwurfschiene oder einer Dartmatte kontrollierst du, ob deren Markierung tatsächlich mittig vor dem Board endet.

Die Diagonale von 2,93 Metern ist eine gute Endkontrolle für Steeldart. Miss vom Bull bis zur Vorderkante der Oche. Weicht dieses Maß deutlich ab, liegt der Fehler meist bei der horizontalen Distanz, der Bullhöhe oder der Position der Oche.

Welcher Laser passt zu deinem Setup?

Für die gelegentliche Montage zuhause genügt ein selbstnivellierender Kreuzlinienlaser mit roter Linie. Er zeigt Horizontal- und Vertikalachse und ist einfach zu bedienen. In hellen Räumen oder bei starkem Tageslicht ist ein grüner Laser oft besser sichtbar, kostet aber meist mehr. Für ein Vereinsheim mit mehreren Boards kann sich das lohnen, weil die Linien auf längere Entfernung klarer erkennbar bleiben.

Ein Stativ ist kein Pflichtkauf, macht die Arbeit aber deutlich angenehmer. Ohne Stativ musst du den Laser auf Kisten, Regalen oder provisorischen Unterlagen positionieren und bei jeder Höhenänderung neu stabilisieren. Für eine einzelne Scheibe geht das. Bei einer ganzen Reihe von Boards spart ein Stativ Zeit und verhindert unnötiges Nachmessen.

Wichtig ist die Selbstnivellierung. Ein Laser ohne diese Funktion zeigt nur dann eine korrekte Gerade, wenn du ihn selbst exakt waagerecht aufstellst. Für die Dartboard-Montage ist das eine unnötige Fehlerquelle. Prüfe vor dem Start auch, ob die Batterien voll sind und ob die Linien bei deiner Raumbeleuchtung sichtbar bleiben.

Typische Fehler bei der Montage

Der häufigste Fehler ist die falsche Messkante. Die Distanz wird von der Wand statt von der Boardvorderseite genommen. Gerade bei dicken Bristle-Boards, Cabinets oder Wandabständen kommen schnell mehrere Zentimeter zusammen. Der zweite Klassiker: Die Oche wird von einer Seitenkante des Boards aus gemessen. Dadurch steht sie nicht mittig und Spieler werfen leicht schräg zur Scheibe.

Auch der Zahlenring verdient Aufmerksamkeit. Er lässt sich bei vielen Steeldartboards drehen. Nach einem Boardwechsel oder nach dem Rotieren der Sisalfläche muss die 20 wieder exakt oben stehen. Die Laserlinie ist dafür schneller und verlässlicher als eine grobe Sichtkontrolle.

Bei Dartmatten kann die aufgedruckte Oche abweichen oder die Matte nach dem Ausrollen leicht wandern. Miss deshalb nicht nur einmal beim Aufbau. Wenn die Matte sich im Spielbetrieb verschiebt, passt der Laser zwar an der Wand noch, die tatsächliche Abwurflinie aber nicht mehr. Rutschhemmende Unterlagen oder eine feste Befestigung sind dann sinnvoll.

Mehrere Dartboards im Verein ausrichten

In einem Dartclub sollte nicht jedes Board einzeln nach Gefühl hängen. Lege zuerst eine gemeinsame Höhenlinie bei 1,73 Metern an. Mit einem Laser kannst du diese Referenz über mehrere Wandabschnitte übertragen. Danach setzt du die vertikalen Mittellinien in den gewünschten Abständen und montierst alle Boards anhand derselben Höhe.

Der Abstand zwischen den Boards hängt von Wandbreite, Surrounds, Beleuchtung und Verkehrswegen ab. Zu eng montierte Scheiben sparen Platz, führen aber zu Gedränge und erhöhen das Risiko, dass Spieler beim Werfen gestört werden. Plane auch genug Fläche hinter der Oche ein, damit wartende Spieler nicht direkt in der Wurflinie stehen.

Bei mehreren Anlagen lohnt es sich, die Maße zu dokumentieren. Notiere Bullhöhe, Distanz, Boardabstände und die Art der Oche. Wenn später ein Board ausgetauscht, ein Cabinet ergänzt oder eine neue Beleuchtung montiert wird, bleibt das Setup einheitlich. Für Vereine und Dartclubs, die mehrere Boards, Matten oder Scoring-Lösungen ausstatten möchten, kann eine konkrete Anfrage bei dartplace sinnvoll sein.

Sicherheit und Alltagstauglichkeit

Richte den Laser nie auf Augenhöhe anderer Personen und schau nicht direkt in den Strahl. Während der Montage sollte niemand im Wurfbereich stehen. Gerade grüne Laser wirken sehr hell, auch wenn es sich um ein Gerät für den Innenbereich handelt.

Nach der Montage brauchst du den Laser nicht dauerhaft. Bewahre aber die gemessenen Werte auf und kontrolliere nach einem Umzug, einem Bodenwechsel oder einer neuen Matte erneut. Ein sauber ausgerichtetes Board nimmt dir keine Trainingsarbeit ab. Es stellt nur sicher, dass jeder Wurf unter den Bedingungen stattfindet, für die du trainieren willst.

Zurück zum Blog